Warum es Mutplan gibt
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der plötzlich alles gleichzeitig zu viel wurde. Ich verlor den Überblick und wusste nicht mehr, wo ich anfangen sollte.
Natürlich waren Familie, Freunde und liebe Menschen an meiner Seite. Dafür bin ich bis heute dankbar. Und trotzdem spürte ich, dass ich etwas anderes brauchte.
Ich hätte mir jemanden gewünscht, der nah genug ist, um wirklich mitzufühlen, und gleichzeitig weit genug weg, um den Überblick zu behalten.
Jemanden, der zuhört, ohne zu bewerten. Der keine fertigen Antworten gibt, sondern den Raum schafft, in dem ich meine eigenen finden kann.
Diesen Menschen gab es damals für mich nicht.
Der erste Schritt
Also begann ich, meinen eigenen Weg zu suchen.
Ich hatte Angst. Und trotzdem ging ich los. Nicht mit einem großen Plan, sondern mit dem ersten kleinen Schritt.
Mit jedem Schritt machte ich Erfahrungen. Aus den Erfahrungen wuchs Vertrauen. Aus Vertrauen entstand Mut. Und aus diesem Mut entstand, Schritt für Schritt, mein eigener Weg.
Dieser Weg hat nicht nur mich verändert. Er hat auch den Grundstein für das gelegt, was ich heute weitergeben darf.
Was ich unterwegs gelernt habe
Später durfte ich viele Menschen begleiten, die sich in ähnlichen Situationen befanden. Dabei habe ich immer wieder erlebt: Nicht die perfekte Lösung macht den Unterschied.
Bis aus Überforderung wieder Klarheit wird. Bis aus Klarheit der nächste Schritt entsteht. Und aus diesem Schritt neues Vertrauen.
Einige dieser Menschen haben selbst erlebt, wie viel sich verändern kann, wenn Begleitung ruhig, klar und verlässlich ist. Als die Idee für Mutplan e.V. entstand, waren genau diese Menschen bereit, den ersten Schritt mitzugehen.
Sie haben die Gründung unterstützt, weil sie die Wirkung dieser Begleitung aus eigener Erfahrung kannten.
Warum es Mutplan gibt
Mit der Zeit wurde genau das zu meiner Haltung. Ich wollte einen Ort schaffen, den ich mir damals selbst gewünscht hätte: einen Ort, an dem niemand schwierige Lebensphasen allein bewältigen muss.
So entstand Mutplan.
Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, seinen eigenen Weg zu finden. Manchmal braucht es nur jemanden, der ein Stück mitgeht. Nicht, um den Weg für ihn zu gehen. Sondern um so lange an einen Menschen zu glauben, bis er wieder selbst an sich glauben kann.
Der schönste Moment meiner Arbeit ist nicht, wenn Menschen mich brauchen.
Der schönste Moment ist, wenn sie ihren eigenen Weg wiedergefunden haben und ihn aus eigener Kraft weitergehen.
Gründerin und 1. Vorsitzende von Mutplan e.V.